Was ist eine Knochendichtemessung?

Bei einer Knochendichtemessung bestimmt ein Arzt mithilfe eines medizinisch-technischen Verfahrens die Knochendichte, also letztlich den Kalksalzgehalt des Knochens und damit dessen QualitĂ€t. Das Ergebnis der Messung gibt Auf-schluss darĂŒber, wie bruchfest ein Knochen ist und wird vor allem eingesetzt, um das Risiko eines Knochenbruches (Frakturrisiko) bei bestehendem Knochenschwund (Osteoporose) abzuschĂ€tzen.

Es gibt verschiedene Methoden, um die Knochendichte zu messen. Das Standardverfahren, welches auch von der WHO (World Health Organisation) und dem Dachverband fĂŒr Osteologie als das Verfahren der Wahl anerkannt ist, ist die Messung mithilfe von Röntgenstrahlung, die man als Dual-Energy X-Ray Absorptiometry (DXA oder DEXA) bzw. Zweispektren-Röntgenabsortiometrie bezeichnet.

Dieses Verfahren basiert letztendlich auf der normalen Röntgenmethode, verwendet aber im Gegensatz zu dieser nicht eine, sondern zwei Röntgenquellen, die sich energetisch geringfĂŒgig unterscheiden. Das Prinzip eines Röntgenbildes beruht darauf, dass verschiedene Materialien mit verschiedenen Dichten (also auch verschiedene Gewebe innerhalb eines menschlichen Körpers) die durchtretenden Röntgenstrahlen verschieden stark „abschwĂ€chen“, also absorbieren. Daher kommt es, dass man auf einem Röntgenbild verschiedene Abstufungen von Grau erkennen kann: Knochen erscheinen weiß, da diese normalerweise sehr dicht sind und die Röntgenstrahlen stark abbremsen, wĂ€hrend luftgefĂŒllte RĂ€ume die Röntgenstrahlung so gut wie gar nicht abschwĂ€chen und dadurch auf dem Bild schwarz sind. Die Absorption ist aber nicht nur vom Gewebe, sondern auch von der Energie der Röntgenstrahlung abhĂ€ngig.

Bei der DEXA existieren demnach nach erfolgter Messung fĂŒr jeden Messpunkt im Röntgenbild zwei unterschiedliche Werte (einer fĂŒr jede Röntgenröhre). Aus der Kombination dieser beiden Ergebnisse kann man dann schließlich durch den Kalzium- und Hydroxylapatitgehalt der Knochen einen RĂŒckschluss auf deren Dichte ziehen.

Wichtig ist allerdings, dass es sich bei diesen Werten nicht um wirkliche Dichte-werte im physikalischen Sinne (kg/m3), sondern um eine sogenannte flĂ€chenprojizierte Masse oder FlĂ€chendichte (kg/m2) handelt. Nicht alle Knochen eig-nen sich fĂŒr diese Beurteilung gleich gut, deshalb wird in der Regel entweder die LendenwirbelsĂ€ule oder der Oberschenkelknochen bzw. das HĂŒftgelenk geröntgt, da die Dichtemessungen hier am aussagekrĂ€ftigsten sind. Diese Knochendichtemessung kann entweder im Krankenhaus, oder auch in einer Praxis eines OrthopĂ€den oder beim Radiologen erfolgen. DafĂŒr muss sich der Patient auf einen Röntgentisch legen, wo er mit dem Röntgenlicht bestrahlt wird. Die ganze Prozedur dauert circa zehn Minuten. Die entscheidenden Vorteile dieser Standardmessung sind die geringe Strahlenbelastung, eine schnelle DurchfĂŒhrung und ein geringes Risiko fĂŒr Messfehler.

Quelle: http://www.dr-gumpert.de/html/knochendichtemessung.html

Risikofaktoren 

Osteoporose ist eine multifaktorielle Krankheit, d.h. dass zahlreiche Faktoren an der Entstehung dieser Krankheit mit beteiligt sind.

Die wichtigsten Risikofaktoren sind: FĂŒr MĂ€nner (und Frauen)

  • Alter (je Ă€lter, umso höher das Risiko fĂŒr eine Osteoporose)
  • FrĂŒhere KnochenbrĂŒche, insbesondere Unterarmbruch nach dem 45. Lebensjahr, Wirbel- oder Schenkelhalsbruch
  • Osteoporose in der Familie (erbliche Vorbelastung), geringere Ausbildung der Knochenmasse („Gipfelknochenmasse“) in jungen Jahren
  • Calciumarme ErnĂ€hrung Vitamin-D-Mangel, GrĂ¶ĂŸenverlust mehr als 4 cm
  • Bewegungsmangel
  • Geringes Körpergewicht
  • HĂ€ufiger Gebrauch von AbfĂŒhrmitteln (Laxantien)
  • Rauchen
  • Exzessiver Genuss von Cola-GetrĂ€nken oder Kaffee (mehr als 4 Tassen tĂ€glich)
  • ÜbermĂ€ĂŸiger Alkoholgenuss
  • Einnahme bestimmter Medikamente ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum, z. B. Kortison
  • Marcumar (bei erhöhtem Thromboserisiko oder nach Schlaganfall)
  • Neuroleptika (bei Anfallsleiden)
  • Lithium (bei Depressionen)
  • Zu hoch dosierte SchilddrĂŒsenhormone
  • Krankheiten, welche den Knochenstoffwechsel negativ beeinflussen, z.B.chronische Darmkrankheiten (Morbus Crohn, Colitis ulzerosa)
  • Malabsorptionssyndrom (Sprue)
  • Milcheiweiß-Allergie (Lactose-Intoleranz)
  • SchilddrĂŒsenĂŒberfunktion (Hyperthyreose), Rheuma (kortisonpflichtig)
  • Asthma (kortisonpflichtig)
  • Zuckerkrankheit (Diabetes)

Nur MĂ€nner

  • Testosteronmangel (Hypogonadismus)
  • Östrogenmangel

Quelle: http://www.osteoporosezentrum.de/

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