Welche Abweichung der Chromosomen steckt hinter dem Klinefelter-Syndrom?

Die Erbanlagen des Menschen liegen nicht verstreut in den Zellkernen, sondern geordnet auf den Chromosomen. Hiervon besitzt jeder Zellkern ĂŒblicherweise 46 StĂŒck. 44 Chromosomen bilden 22 Chromosomenpaare (Körperchromosomen oder Autosomen) und 2 Chromosomen sind Geschlechtschromosomen (Gonosomen). MĂ€nner haben normalerweise ein X- und ein Y- Chromosom, haben also den Chromosomensatz 46,XY, wĂ€hrend Frauen zwei X-Chromosomen haben: 46,XX. Je ein Geschlechtschromosom wird von den Eltern an das Kind weitervererbt. Zum Klinefelter-Syndrom kommt es, wenn bei Jungen in den Körperzellen ein zusĂ€tzliches X- Chromosom vorliegt. Die Zellen haben damit 47 (47-XXY) statt der ĂŒblicherweise 46 Chromosomen. Die Fehlverteilung der Chromosomen kann sich in der mĂŒtterlichen Eizellbildung, in der vĂ€terlichen Samenzellbildung oder kurz nach der Befruchtung ereignet haben.

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